Safari im Paradies - Kenias Wildlife direkt vor der Linse

Garten Eden, Wunder der Schöpfung... mit was für Superlativen wird Ostafrika von Reiseveranstaltern nicht überschüttet. Und sie haben Recht: Kenias Natur ist einzigartig. Egal in welchen Nationalpark wir gefahren sind, es hat keine Minute gedauert, bis nicht die ersten Tiere vor unserem Wagen aufgetaucht sind: Giraffen, Löwen, Zebras, Elefantenherden, Gnus, Flusspferde bevölkern die grünen Savannen in großer Anzahl. Auch an den Puderzucker-Stränden des indischen Ozeans bevölkern Haie, Rotfeuerfische und Korallen die Riffe.


Schirmakazien im Sonnenaufgang im Amboseli NP - charismatischer kann Afrika nicht sein
Schirmakazien im Sonnenaufgang im Amboseli NP - charismatischer kann Afrika nicht sein

Reisetipp: Wildlife Safaris in Kenia

Auf Safaris im Geländewagen siehst du am Einfachsten die schönsten Nationalparks Kenias. Tipp: Buch sie unkompliziert und viel günstiger überall vor Ort, zB. in Nairobi, Mombasa, Dani Beach anstatt von Zuhause aus. Dadurch sparst du dir die Vermittlungskosten durch Online Reiseagenturen. Eine Abfahrt ist sogar am selben Tag noch möglich. Der Preis richtet sich nach gewählter Unterkunft und Länge der Wildlife Safari und schwankt stark. Allerdings sind die Safaris nicht billig, da die Nationalparks schon hohe Eintrittspreise pro Tag nehmen. Wir haben auf 2 Safaris mit einmal 3 und einmal 4 Tagen die Parks Amboseli, Tsavo Ost und West, Massai Mara und Lake Nakuru besucht.

 

junge Massai Frauenziehen aus ihrem Dorf heraus - Massai Mara
junge Massai Frauenziehen aus ihrem Dorf heraus - Massai Mara
aus dem Nichts der Savanne tauchte dieses kleine Dorf auf
aus dem Nichts der Savanne tauchte dieses kleine Dorf auf
gegen ein Trinkgeld zeigen uns die Menschen ihr Dorf, ihre Kochstellen und Vieherden
gegen ein Trinkgeld zeigen uns die Menschen ihr Dorf, ihre Kochstellen und Vieherden

Wir fahren durch den Busch der Massai Mara, bis plötzlich eine Dornenhecke auftaucht. Hinter dem natürlichen Schutzwall gegen wilde Tiere verbirgt sich ein Massai Dorf.   In farbenprächtigen rot-blauen Gewändern versammelt sich die Dorfschaft vor den niedrigen Dornwällen und beginnt zu singen und zu tanzen, wobei die Männer einen „traditionellen“ Hochsprung Wettbewerb aufführen. Anschließend zeigen sie uns ihr Dorf und ihre engen Lehm-Elefantendung-Häuser. Auf wenigen Quadratmetern wird hier über dem Feuer gekocht und daneben die Kinder groß gezogen und geschlafen. Klingt nach einer authentischen Erfahrung denn im ganzen Dorf gibt es keine Anachronismen und unser Guide versichert uns, dass unser Spendengeld nur für Trinkwasser und Schulbildung eingesetzt wird und die Menschen tatsächlich so leben.

Allerdings ist die Massai Mara auch touristische gut erschlossen, und ich möchte gar nicht wissen, für wieviele Touristen täglich der traditionelle Hochsprungwettbewerb aufgeführt wird...

Fotogalerie Wildlife

ein junger Gepard sonnt sich im Buschland; durch unsere Motorengeräusche gestört, trabt er schließlich weiter
ein junger Gepard sonnt sich im Buschland; durch unsere Motorengeräusche gestört, trabt er schließlich weiter

Wildlife unkompliziert. Ostafrika ist ein Paradies für Wildlife-Backpacking-Touren: Es ist wirklich einfach die Tiere der Savanne zu sehen. Egal ob Elefanten, Giraffen, Nashörner, Flusspferde, Krokodile, Strauße, Geparden, Gnus, Löwen, Warzenschweine, Schakale, Geier, Marabu-Störche, Paviane, Antilopen, Wasserböcke, Impalas - sie waren alle da, bis auf einen: der Leopard blieb uns verwehrt. Viele Tiere kommen nah ans Auto, überraschenderweise sogar die Großkatzen. Bei Beutetieren wie Gnus und Zebras lohnt sich jedoch ein guter Zoom. Minimum 250mm sollten es sein.

 

am Mara River liegen ganze Flusspferd Familien im trüben Wasser, scheinbar ungestört ziehen auch Krokodile ihre Bahnen
am Mara River liegen ganze Flusspferd Familien im trüben Wasser, scheinbar ungestört ziehen auch Krokodile ihre Bahnen
sobald man das Eingangstor eines Nationalparks passiert (hier Amboseli NP, am Fuße des Kilimanjaro) sieht man Herden an Zebras, Antilopen, Gnus...
sobald man das Eingangstor eines Nationalparks passiert (hier Amboseli NP, am Fuße des Kilimanjaro) sieht man Herden an Zebras, Antilopen, Gnus...
Tsavo Ost/West NP
Tsavo Ost/West NP
charakteristisch ist der rote Sand,der alle Tiere einfärbt. Pavian
charakteristisch ist der rote Sand,der alle Tiere einfärbt. Pavian

die Königin der Savanne, vom Geländewagen aus leicht zu finden
die Königin der Savanne, vom Geländewagen aus leicht zu finden
beide im Masai Mara NP, dem Kenianischen Teil der bekannten Serengeti (die größtenteils in Tansania liegt)
beide im Masai Mara NP, dem Kenianischen Teil der bekannten Serengeti (die größtenteils in Tansania liegt)

Die große Gnu Wanderung

Wir bekommen noch den Rest von einem der beeindruckensten Naturschauspiele die es auf der Welt gibt, mit. Jedes Jahr wandern die Gnus in riesigen Herden von bis zu 1.5 Millionen Tieren im riesigen Ökosystem Serengeti umher. Vor ca. zehn Tagen hat ihre Rückwanderung nach Tansania, dort wo jetzt die Regenfälle für Nahrung sorgen, begonnen. Wir sehen wie sich die Gnus in Herden formiert haben. Als gäbe es ein unsichtbares Zeichen, löst sich jede Herde nacheinander auf und alle Gnus, zusammen mit einigen Zebras, laufen brav in einer Reihe hintereinander in die Hügel und verschwinden in der Ferne. Wir fahren weiter. Einige Kilometer weiter das gleiche Schauspiel. Bestimmt 3000 Tiere sind hier auf einem Fleck und formieren sich. Die, die noch nicht in der Schlange sind, schauen uns mit fragenden Gesichtern an und scharren mit den Hufen. Die großen Herden sind wahrscheinlich ein Schutz gegen Raubkatzen, die sich gerne mal ein leckeres Gnu schmecken lassen, wie man es auch hier am Wegrand sieht. Zwei Geier zerren an den Überresten eines Kadavers, als wäre es ein Wettbewerb. Drei weitere, wahrscheinlich Rang niedrigere Tiere, schauen ungeduldig zu und auch ein Marabou Storch leistet der Gruppe Gesellschaft.


der beste Reisezeitpunkt ist September/Oktober, wenn die großen Viehherden den Regenwolken hinterherziehen. Gnus und Zebras so weit das Auge reicht.
der beste Reisezeitpunkt ist September/Oktober, wenn die großen Viehherden den Regenwolken hinterherziehen. Gnus und Zebras so weit das Auge reicht.
Am Lake Nakuru sind 2 Tierarten garantiert: Nashörner...
Am Lake Nakuru sind 2 Tierarten garantiert: Nashörner...
und Flamingos
und Flamingos
Safariwagen
Safariwagen

Transport in Kenia

Acht Stunden Fahrt sind von Nairobi bis Tiwi Beach an der Küste zu bewältigen. Wir stoppen an einer Highwayraststätte, wo wir zum ersten mal in Kontakt mit der leckeren afrikanischen Küche kommen (Samosa, frittierte Teigbällchen mit Hackfleisch und Gemüsefüllung, etwas vergleichbar mit Frühlingsrollen), sind zu bewältigen. Die ersten 450 km der Strecke gleichen einer deutschen Landstraße, die Fahrbahn ist einspurig in beide Richtungen und der Zustand hervorragend. Wir fahren mitten durch den Tsavo Nationalpark, wo wir erste Tiere sehen, wie Strauße oder Paviane und Gazellen. Die letzten 50 Kilometer vor Mombasa gleicht der Highway einer Buckelpiste und wir kommen nur sehr langsam voran. Dann, in der Küstenstadt ist das Chaos wieder perfekt, als wir aus dem Bus aussteigen, um unseren Weg nach Tiwi Beach zu machen. Wir sind von Verkäufern umringt, die sich nur schwer abschütteln lassen. Schließlich nehmen wir ein Taxi nach Tiwi, mit dem wir den Meerarm mit der Likoni Fähre überqueren müssen. Ein imposantes Schauspiel, denn hunderte Afrikaner quetschen sich unglaublich dicht zusammen und nehmen so die 15 minütige Überfahrt auf sich, die für Fußgänger umsonst ist…


Likoni Fähre in Mombasa - Menschenmassen in der Großstadt - afrikanischer Alltag
Likoni Fähre in Mombasa - Menschenmassen in der Großstadt - afrikanischer Alltag
selbstgebasteltes Spielzeug aus Abfall - obwohl die einheimischen Kinder wenig besitzen, sehen wir sie immer fröhlich und ausgelassen
selbstgebasteltes Spielzeug aus Abfall - obwohl die einheimischen Kinder wenig besitzen, sehen wir sie immer fröhlich und ausgelassen

Tiwi Beach am Indischen Ozean

Kenia ist so groß, dass 6 Wochen nicht ausreichen, um alle interessanten Orte zu sehen. Wir hatten 3 Wochen und waren knapp die Hälfte am Strand, in Tiwi Beach und in Watamu. Beide Orte sind paradisisch. Noch nicht so touristisch entwickelt wie die Resort-Städte und das Wasser ist warm und klar.

Indischer Ozean, das Paradies kann nicht viel anders aussehen, tolle Riffe zum Schnorcheln
Indischer Ozean, das Paradies kann nicht viel anders aussehen, tolle Riffe zum Schnorcheln
Tiwi Beach, viel ruhiger und einsamer als das benachbarte Dani Beach, dass vor Pauschalurlaubern nur so wimmelt. (Dafür kann man in Dani Beach gut Safaris organisieren)
Tiwi Beach, viel ruhiger und einsamer als das benachbarte Dani Beach, dass vor Pauschalurlaubern nur so wimmelt. (Dafür kann man in Dani Beach gut Safaris organisieren)
Delfintour, nach 5 min Fahrt waren die ersten Delfine am Boot
Delfintour, nach 5 min Fahrt waren die ersten Delfine am Boot
Am Strand wimmelt es vor Leben, Rotfeuerfische, Seesterne, Oktopus, ein Tigerhai...
Am Strand wimmelt es vor Leben, Rotfeuerfische, Seesterne, Oktopus, ein Tigerhai...

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